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Grundsätzliches

Auf der Fläche entsteht eine DK I-Deponie. Das bedeutet, dass auf der Deponie Abfälle bis zur Deponieklasse I gelagert werden dürfen. Zur Deponieklasse I zählen ausschließlich mineralische Abfälle, wie z.B. nicht verwertbarer Bauschutt und Bodenaushub. Diese Abfälle sind nur gering schadstoffbelastet.

Die Deponie wird von der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) mbH auf deren Grundstücken gebaut und betrieben.  

Die EGN ist im Bereich Entsorgung und Recycling tätig. Sie bietet ihre Dienstleistungen in verschiedenen Städten im westlichen NRW an.

Die Baubranche ist in Deutschland ein wichtiger Sektor. Beim Bau und Abriss von Gebäuden, beim Straßenbau usw. fallen Abfälle an. Ein großer Teil der Bau- und Abbruchabfälle wird recycelt. Es bleibt jedoch ein geringer Anteil, der nicht stofflich verwertet werden kann. Darüber hinaus fallen auch bei industriellen Prozessen mineralische Abfälle, wie z.B. Schlacken und Aschen an. Um diese Abfälle langfristig sicher abzulagern, sind Deponien ein wichtiger Baustein einer modernen Infrastruktur. Gerade in Regionen hoher wirtschaftlicher Tätigkeit sind Deponien wichtig, um weite Transportwege zu vermeiden.

In Nordrhein-Westfalen fallen im Mittel 4,6 Mio. t dieser Abfälle pro Jahr an (prognos, Dez. 2013, Bedarfsanalyse für DK I-Deponien in Nordrhein-Westfalen). In den Ballungsräumen Düsseldorf, westliches Ruhrgebiet und Niederrhein, die verkehrsgünstig an die Deponie angebunden sind und aus denen der Hauptteil der Abfälle kommt, fallen ca. 1,5 bis 2 Mio t pro Jahr an. Um die Umwelt möglichst wenig zu belasten, ist die sichere Ablagerung dieser Abfälle auf einer nahegelegenen Deponie essenziell.

Die gesetzliche Grundlage für Bau, Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien bildet die Deponieverordnung. In der Verordnung werden die technischen Anforderungen einer Deponie geregelt. (letzte Änderung 2017)

Eine Deponie dient der endgültigen und sicheren Ablagerung von Abfällen. Unterschieden wird nach Deponieklassen 0 bis IV. Die „Deponie im Windpark“ wird Abfälle der Deponieklasse I annehmen. Es handelt sich um Bauschutt, Bodenaushub und mineralische gewerbliche Abfälle, sowie Aschen und Schlacken aus industriellen Verbrennungsprozessen.

Auf der Deponie im Windpark werden regionale Abfälle gelagert, die in einem Radius von 50 bis 100 km um die Deponie anfallen. Die Abfälle kommen aus den Großräumen Düsseldorf, Aachen, dem Niederrhein sowie dem westlichen Ruhrgebiet. (Ballungszentren rund um den Niederrhein).

Die angelieferten Abfälle werden auf einem abgedichteten Teilabschnitt der Deponie abgelagert und eingebaut. Eine weitere Behandlung findet nicht statt. Nach Verfüllung dieses Abschnittes wird dieser gegen eindringendes Regenwasser abgedichtet und rekultiviert. Anschließend wird der nächste Abschnitt verfüllt.

Sollten bei Ihnen einmal Bauabfälle anfallen, so können diese der Deponie über ein Entsorgungsunternehmen zugeführt werden. Die angrenzenden Kommunen und die lokale Bauindustrie kann durch kurze Wege kostengünstig nah entsorgen und profitiert dadurch langfristig.

Bei Fragen und Anmerkungen können Sie sich jederzeit per Mail an info@deponie-im-windpark.de wenden.

Auf dieser Website finden Sie alle wichtigen Informationen zur Deponie, der anstehenden Bauphase und zu aktuellen Entwicklungen.

Planungsprozess

Bereits seit den 1980er Jahren gab es Planungen, auf der Königshovener Höhe eine Deponie zu errichten. Schon zu dieser Zeit wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen und die Fläche im Regionalplan sowie im Flächennutzungsplan als Fläche für Ablagerungen festgelegt.

Insbesondere zwei Gründe sprechen für den Standort: 1. Die wirtschaftliche und industrielle Aktivität ist in der Region besonders hoch.Die entstehenden Abfälle können so ohne große Transportwege entsorgt werden. 2. Die Fläche befindet sich ausreichend weit entfernt von Wohngebieten. Die Anwohnenden sind daher durch die Deponie-Aktivitäten nicht beeinträchtigt.

Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorplanung. Im Jahr 2025 soll mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen werden. Im Zuge der Planfeststellung werden im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung alle Unterlagen für die Öffentlichkeit ausgelegt. Innerhalb der Öffentlichkeitsbeteiligung ist es möglich, Stellungnahmen zur Planfeststellung an die zuständige Behörde einzureichen.

Mit der Planung und fachlichen Begleitung des Genehmigungsverfahrens hat die EGN die REMEX GmbH aus Düsseldorf beauftragt. Der Genehmigungsprozess für die Deponie ist umfangreich und bezieht alle betroffenen Personenkreise und Fachbehörden mit ein. Deshalb ist mit einer Umsetzung nicht vor 2028 zu rechnen.

Die ursprüngliche Planung sah eine Deponie für Hausmüll und Gewerbeabfälle vor. Durch gesetzliche Änderungen dürfen seit 2005 keine unbehandelten Abfälle mehr auf Deponien abgelagert werden. Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Anfalls mineralischer Abfälle – insbesondere aus Bauwirtschaft und industriellen Prozessen sowie der Endverfüllung bestehender und aktuell noch betriebener Deponien – ist diese Deponie in vorausschauender Planung und für die Entsorgungssicherheit in der Region notwendig.

Der Genehmigungsprozess für die Deponie ist umfangreich. In diesem Verfahren werden alle betroffenen Personenkreise und Fachbehörden beteiligt. Mit einer Umsetzung ist deshalb nicht vor 2028 zu rechnen. Die Bauzeit wird ca. ein Jahr betragen.

Umwelt und Sicherheit

Staubemissionen können z.B. beim Abladen oder Verdichten der Abfälle entstehen. Auch Fahrzeuge können dafür sorgen, dass Staub aufgewirbelt wird. Durch betriebliche Maßnahmen, wie z.B. die Befeuchtung von Fahrflächen, wird die Staubentwicklung minimiert.

Aufgrund der großen Entfernung zu Siedlungen ist keine Lärmbelästigung zu erwarten. Betrieb und Anlieferungen finden nur tagsüber zu üblichen Betriebszeiten statt. Dadurch, dass mineralische Abfälle auf der Deponie abgelagert werden, sind keine Gas- und Geruchsemissionen zu erwarten.

Deponiegasemissionen und Geruchsemissionen fallen nicht an. Es handelt sich bei den Abfällen um mineralische Abfälle.  

Schon bei der Anmeldung werden durch Anlieferer Analysen des Abfalls bereitgestellt. Stichprobenartige Nachkontrollen finden regelmäßig statt.

Es findet durch die zuständige Behörde mindestens einmal im Jahr eine Überprüfung statt.

Vor Befüllung der Deponie wird der Untergrund mit mehreren Dichtungsschichten abgedichtet. Das im Betrieb anfallende Sickerwasser wird aufgefangen und in speziellen Tanks gelagert. Das Sickerwasser wird anschließend in zugelassenen Kläranlagen aufbereitet. Dadurch werden Boden und Grundwasser sicher vor möglichen Schadstoffen geschützt.

Bauphase

Nach Genehmigung ist mit einer ca. einjährigen Bauzeit zu rechnen.

Die Bauphase beinhaltet den Ausbau der Zufahrtsstraße und den Bau der Basisabdichtung sowie der Infrastruktur am Standort (Sickerwassererfassung, Sozialgebäude, Waage, Einfriedung, etc.).

Es ist mit Baustellenverkehr zu rechnen.

Betrieb

Es wird abschnittsweise eingerichtet (Basisabdichtung) und verfüllt. Jeder Abschnitt umfasst ca. 10 Prozent der Gesamtfläche. Die verfüllten Abschnitte werden sukzessive abgedichtet und rekultiviert.

Nach Betrieb

Die voraussichtliche Laufzeit beträgt 30-50 Jahre, je nach Aufkommen des zu entsorgenden Abfalls.

Nach der abschnittsweisen Oberflächenabdichtung und Rekultivierung der Deponie beginnt die Nachsorgephase. In dieser wird das Grundwasser überwacht und der Grünbewuchs gepflegt. Anfallendes Sickerwasser wird gesammelt und aufbereitet.

Es gibt bereits erste Überlegungen, den Standort für die Energieerzeugung vor Ort zu nutzen (z.B. durch eine Freiflächen-Photovoltaikanlage).

Die Deponie in der Übersicht

Umwelt und Sicherheit

Wenn Recycling keine Option ist, werden Abfälle häufig durch Verbrennung energetisch verwertet oder auf Deponien fachgerecht entsorgt.

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Betrieb

Betreiber der Deponie ist die EGN. Die Deponie dient der Ablagerung von Abfällen, die bei Bau- oder Abbrucharbeiten anfallen.

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